Das Zwischenfazit der Gruppenligisten (10)

Aufsteiger im Keller: Simon Grosch legt den Finger in die Wunde

Trainer Simon Grosch von der SG Schlitzerland ist nach dem guten Saisonstart nicht zufrieden
Foto: Jonas Wenzel (Yowe) / Grafik: Nicole Funke

07.12.2018 / SCHLITZ - Winterpause in der Fußball-Gruppenliga: 19 Spieltage sind absolviert, erst in rund drei Monaten im März rollt wieder der Ball. Zeit, die Vereine nach ihrem Zwischenfazit zu befragen. Aufsteiger SG Schlitzerland sieht sich im Tabellenkeller wieder – ein weitestgehend hausgemachtes Problem, wie Trainer Simon Grosch feststellt.

Denn der Start in die Saison lief gut, drei Siege bejubelten die Schlitzerländer in den ersten fünf Saisonspielen. „Da haben wir auch noch von der Aufstiegseuphorie gezehrt“, sieht Grosch im Relegationserfolg im Sommer den Grund für den starken Saisonstart. Daraufhin habe sich aber der Schlendrian eingeschlichen: „Einige sind zufrieden gewesen, den Finger müssen wir in die Wunde legen. Die Trainingsbeteiligung hat merklich nachgelassen“, hadert Grosch.

Der Sieg gegen die FT Fulda (1:0) Ende September sollte bis zum letzten Spieltag des Jahres der einzige bleiben, zwischendurch folgten einige herbe Klatschen wie gegen die SG Oberzell/Züntersbach (1:4) oder die SG Ehrenberg (1:5). „Es gab viele Spieler, die nicht regelmäßig trainiert aber trotzdem gespielt haben. Wir müssen den Fußball wieder in den Fokus rücken“, merkt Grosch angesichts des Restprogramms an.

Denn der Start in die Restrunde mit Spielen gegen Schlüchtern/Elm, die SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach und Spitzenreiter Bad Soden hat es in sich. „Vielleicht ist es auch gut, bessere Gegner zu haben und Zusatzpunkte zu sammeln, denn keiner weiß nach so einer langen Pause, wo er steht“, sieht Grosch keinen Nachteil in diesem Hammerprogramm.

Wichtig sei gewesen, am letzten Spieltag den TSV Rothemann mit 3:2 geschlagen zu haben, wodurch die Nicht-Abstiegsplätze wieder um drei Punkte näher gerückt sind. „Wir müssen die Wochen jetzt Gas geben, das Potenzial ist jedenfalls da“, verdeutlicht der Schlitzerland-Trainer die Wichtigkeit der Vorbereitung und der ersten Saisonspiele.

Herausgehoben wird immer die Heimstärke des Aufsteigers, 13 der 19 bisher gesammelten Punkte holte Schlitzerland daheim. Eine Fügung des Schicksals, dass die letzten drei Saisonspiele auf heimischem Platz sind? „Das kann für uns auf jeden Fall ein Vorteil sein“, weiß Grosch. Doch bis dahin gilt der Fokus auf dem Fußball, denn der Trainer der SG Schlitzerland ist nicht vermessen: „Wenn es so weitergeht wie bisher, werden wir den Klassenerhalt nicht schaffen.“ (tw) +++